Die Augustiner-Bräu Wagner KG ist mit ihrem über 700jährigen Bestehen die älteste Brauerei Münchens. Erwähnenswert ist zudem die Nutzung einer eigenenen historischen Tennenmälzerei für die herstellung des verwendeten Braumalz auf dem Firmengelände.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Brauerei wurde spätestens 1328 gegründet und war im Augustinerkloster nahe des Münchner Doms ansässig. Nach 1803 wurde die Brauerei, im Zuge der Säkularisation, privatisiert und zog in die Neuhauser Straße, wo immer noch das Stammhaus zu finden ist, welches heute eine Gaststätte beherbergt. 1829 übernahm die Familie Wagner den Betrieb und siedelte die Brauerei 1885 in der Landsberger Straße an. Die Kellerräumen des Gebäudes wurden bis Dato auch für die Lagerung des münchner Mathäserbräu genutzt. Die Initialen des Besitzers in zweiter Generation, Joseph Wagner, zieren seitdem das Logo der Brauerei. Die letzte Verwandte Namensträgerin der Brauerfamilie Wagner, Edith Haberland-Wagner, vermachte als Haupteigentümerin ihre Anteile der Brauerei von über 50 Prozent im Jahre 1996 der von ihr gegründeten Haberland-Wagner-Stiftung.

Die Brauerei verzichtet zu großen Teilen auf Werbung und ist in erster Linie im Münchner Umland sowie in Südbayern, aber auch im Rest Bayerns vertreten. Augustiner beliefert jedoch auch Ausflugsgaststätten in Sachsen und wird in einzelnen Gaststätten in Wertheim, Berlin und Bregenz ausgeschenkt.[1]

Die Klosterbrauerei[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das münchner Augustinerkloster wurde 1294 gegründet bereits wenig später wurde von den Mönchen eigenes Bier gebraut. Offiziell findet das Brauwesen vor ort spätestens im Jahr 1328 seinen Ursprung. Die Klosterbrauerei war zudem Hoflieferant der Wittelsbacher Herzöge, bis sie mit der Gründung des Münchner Hofbräuhauses abgelöst wurde. Als die Säkularisation Einzug hielt wurde auch das Augustiner-Kloster schließlich im Jahre 1803 aufgelöst. Anfänglich wurde die Brauerei noch staatlich weitergeführt, wanderte dann aber schnell in privaten Besitz und wurde 1817 wegen Baufälligkeit des historischen Klostergebäudes dann in die anliegende Neuhauser Straße versetzt. Die übrigen Teile des Klosters wurden bis in die Neuzeit weiter von staatlichen Institutionen genutzt. Heute findet man hier neben Bankräumlichkeiten die Gaststätte "Augustiner Klosterwirt" genau an Stelle des ehemaligen Produktionsortes, wo das Bier der Marke seit 2013 wieder ausgeschenkt wird.

Das Stammhaus "Zum Augustiner"[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach der Auflösung des Augustinerklosters wurde die Brauerei, die sich inzwischen in Privatbesitz befand, in die Neuhauser Straße verlegt. Die Bierbrauerei "Zum Augustiner" wurde dann 1829 von den Eheleuten Anton und Therese Wagner aus Attaching, die vorher bereis dort die Brauerei Hagnbräu führten,[2] übernommen. Seitdem befindet sich die Augustiner-Brauerei in Familienbesitz. In den 1850er-Jahren wurde in der Landsberger Straße ein Gebäude als Lagerkeller erworben. Als dann der Sohn, Joseph Wagner, dessen Initialien JW noch heute das Logo der Brauerei zieren, nach dem Tod seiner Eltern die Firmenleitung übernahm, wurde der Hauptsitz und die komplette Bierproduktion auf das Gelände in der Landsberger Straße verlegt wo sie sich bis heute befindet.

Heutige Augustiner Brauerei[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zu Zeiten als die Bierproduktion noch im Standort in der Neuhauser Straße, der heutigen Brauereigaststätte, stattfand, wurde zur Erweiterung ein Lagerkeller in der westlich gelegenen Landsberger Straße erworben. Auf eben jenem Gelände wurde später ein Neubau errichtet, der ab 1884 als neue Produktionsstätte funggierte. Im zweiten Weltkrieg wurde dann ein Großteil der Brauerei zerstört, später aber wieder aufgebaut und steht heute unter Denkmalschutz.

Das Gelände der Augustiner Brauerei beherbergte neben den Produktionshallen (Sudhaus, Gärkeller, Kühlhaus, Maschinen- und Kesselhaus, Lagerkeller, Abfüll- und Lagerhallen zudem noch eine eigene Mälzerei die bis heute in Betrieb ist, Stallungen und Fuhrpark, Kantinengebäude, Wohnkomplexe, Verwaltungsgebäude und Werkstatthalle mit eigener Schlosserei und Schmiede.

Zur Anfangszeit war das "neue" Sudhaus im historischen Gemäuer noch komplett in offener Bauweise gestaltet, was natürlich mit ein Grund für ein damals komplett anderes, nicht vergleichbares Produktergebnis im Gegensatz zu heute gab. Etwa um die Jahrhundertwende 1900 wurden geschlossene Kupferkessel standart, so auch bei Augustiner Bräu. Das Sudhaus wie auch andere Teile der Brauerei wurde bis heute stetig erweitert und erneuert, 1971 wurden die kupfernen Braukessel durch die aktuellen Edelstalkessel ersetzt. [3]

Sortiment[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Externe Links[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Referenzen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

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